Sirenen wieder zur Alarmierung der Feuerwehr
- von Florian Pose
- 29. August 2021
Ob zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall oder zur Alarmierung der Feuerwehr: Die klassischen Sirenen rücken wieder mehr in den Focus. In Reichswalde und Materborn laufen die Sirenen nun wieder bei Feuerwehreinsätzen mit - zusätzlich zur digitalen Alarmierung.
Bis in die 90er-Jahre gab es ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes. Nach Ende des Kalten Krieges wurde dieses aufgegeben und viele Sirenen wurden abgebaut. Auch die Feuerwehrleute in Kleve werden seit Jahren nur "still" alarmiert - über digitale Meldeempfänger, die üblicherweise am Gürtel getragen werden. Der Einsatz von Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehr wird aber durchaus unterschiedlich gehandhabt: Andere Feuerwehren im Kreis Kleve nutzen die Sirenen immer noch parallel zu den Meldeempfängern. Die Flutkatastrophe im Ahrtal zeigt, dass auch kritische Infrastrukturen ausfallen können. Eine zusätzliche Möglichkeit der Alarmierung kann also sinnvoll sein.
In den Ortsteilen Reichswalde und Materborn laufen ab sofort die Sirenen wieder probeweise zur Alarmierung bei Feuerwehreinsätzen mit. Ein (zweimal pro Minute) unterbrochener Sirenenton deutet auf einen Feuerwehreinsatz hin, während ein an- und abschwellender Dauerton die Bevölkerung warnen soll. Im letzteren Fall informieren Sie sich bitte über Radio, Fernsehen oder Internet. Die Bedeutung der unterschiedlichen Sirenentöne (mit Hörbeispielen) finden sich übrigens auf den Seiten des Ministeriums des Inneren des Landes NRW.
Feuerwehr Kleve